Kindergeld 2014 und Kinderfreibetrag 2014

Ab 01.Januar kommenden Jahres ändern sich die Regelungen zur Berechnung und Zahlung von Kindergeld 2014 und den für die Einkommenssteuer zu berücksichtigenden Kinderfreibetrag 2014. Das wirkt sich auch auf die Kindergeldhöhe bei verschiedenen Einkommensklassen aus.

Änderungen zum Antrag Kindergeld 2014

Eine neue Regelung führt zum Bürokratieabbau und stellt damit eine Erleichterung für Eltern und ihre volljährigen Kinder unter 25 Jahren dar. Bisher mussten für Kinder zwischen 18 und 25 Jahren Einkommensnachweise vorgelegt werden, die unter Umständen zur Minderung oder zum Wegfall des Kindergeldes führen konnten. Dies entfällt zukünftig. Somit können Kinder auch weiterhin nach Vollendung der Volljährigkeit neben Ausbildung und Studium dazuverdienen, ohne dass dies die Kindergeldhöhe beeinflussen würde. Erst wenn das Kind mehr als 20 Stunden pro Woche erwerbstätig ist, können Einschnitte erfolgen.

Bisherige Unterstützung bei gering verdienenden Elternpaaren und Änderungen

Bisher noch wenig bekannt und deshalb auch nur von etwa einem Drittel der Anspruchsberechtigten genutzt, ist der sogenannte Kinderzuschlag (Formulare der Agentur für Arbeit finden Sie hier), der Familien in der Erwerbstätigkeit davor schützen soll, in ALG II zu rutschen. Dieser ist aber sehr umständlich zu beantragen und wurde daher mit dem Kindergeld zusammengeführt. Nun kann per Einkommensnachweis ein Elternpaar, das mit seinem Einkommen die Grundsicherung zwar für sich selbst, nicht jedoch für sein Kind oder die Kinder erwirtschaftet, eine Erhöhung des Kindergeldes 2014 bekommen. Eine Familie mit zwei Kindern mit einem Bruttoeinkommen unter 3000 Euro kann somit eine Erhöhung von höchstens 140 Euro pro Kind im Monat zusätzlich zum Kindergeld erhalten, um nicht in den ALG II Bezug zu kommen. Dies wären dann insgesamt höchstens 324 Euro pro Kind. Hartz-IV Empfängern wird dieses Kindergeld ebenso angerechnet wie vorher auch, daher ergibt sich für Empfänger des ALG II keine Änderung.

Änderungen beim Kinderfreibetrag 2014

Auch beim Kinderfreibetrag hat sich etwas geändert. Der Kinderfreibetrag soll Steuerpflichtige mit Kindern von ihrer Steuerabgabe erleichtern. Dies hat bei Familien in den höheren Gehaltsklassen dazu geführt, dass diesen mehr als die üblichen 184€ pro Kind und Monat zur Verfügung standen. Der Kinderfreibetrag 2014 wurde nun so angeglichen, dass Familien mit hohem Einkommen zukünftig nicht vom Kindergeld 2014 besser gestellt werden als jene, die weniger verdienen. Somit erfolgt hier an Angleich des Kinderfreibetrags 2014.

Fazit

Weniger Kindergeld als 184 € pro Kind wird auch zukünftig niemandem zur Verfügung stehen. Eine allgemeine Erhöhung des Kindergeldes 2014, die lange bei den Koalitionsverhandlungen diskutiert wurde, wird es nicht geben. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Bürokratieabbau zur Beantragung des Kindergeldes 2014 und zur verbesserten Kindergeldhöhe 2014 erfolgte, um die niedrigen Einkommensklassen zu fördern, und die höheren Gehaltsklassen durch einen Angleich des Kinderfreibetrags 2014 nicht besser gestellt werden und somit ebenso einen Kindergeldbetrag von 184 Euro im Monat erhalten.

Kindergeld 2013

Auch im Jahr 2013 haben Eltern Anspruch auf Kindergeld, sofern die Kinder noch minderjährig sind. Darüber hinaus zahlt die Familienkasse bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, wenn sich der Nachwuchs in einer Ausbildung befindet, trotz intensiver Suche keinen Ausbildungsplatz angeboten bekommt oder einen Freiwilligendienst ableistet.

Kindergeld Sätze bleiben 2013 unverändert

Die Höhe des Kindergelds bleibt 2013 gleich. Für das erst- sowie das zweitgeborene Kind können Eltern jeweils 184 Euro im Monat erwarten. Für das dritte Kind gewährt die Behörde 190 Euro monatlich, jedes weitere Kind unterstützt die Kasse mit 215 Euro. Der schriftliche Antrag muss bei der Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden. Zu beachten ist, dass der Anspruch vier Jahre später verjährt. Wer zum Beispiel im Jahr 2009 Kindergeld bekommen würde, muss dies spätestens zum 31.12.2013 beantragen. Empfehlenswerter ist es selbstverständlich, sich schon viel früher an die Familienkasse zu wenden.

Nur wenige Nachweise für Kindergeld nötig

Die Beantragung des Kindergelds ist denkbar einfach. Hierzu muss nur ein übersichtliches Formular ausgefüllt werden, eine Geburtsurkunde ist beizulegen. Bei Volljährigkeit fordert die Familienkasse Nachweise hinsichtlich der weiteren Berechtigung. Eine wesentliche Erleichterung stellte eine seit 2012 wirksame Reform dar. Zuvor mussten Kindergeldbezieher belegen, dass der Nachwuchs nicht mehr als 8004 Euro im Jahr verdiente. Wurde diese Grenze überschritten, musste das Kindergeld für ein gesamtes Jahr zurückgezahlt werden. Nun muss nur noch am Ende der Ausbildung dargelegt werden, dass keine Jobs von über zwanzig Wochenstunden angenommen wurden.