Beinhaltet Kinderfreibetrag auch einen Freibetrag für Ausbildungskosten?

Der Kinderfreibetrag dient der Existenzsicherung des Kindes. Zusätzlich wird ein Freibetrag für Erziehungs-, Betreuungs- und Ausbildungskosten gewährt. Er entspricht der Anpassung an die veränderten Bedürfnisse des Kindes. Der überwiegende Betreuungsbedarf wird kontinuierlich vom Erziehungsbedarf ersetzt und bei älteren Kindern vom Ausbildungsbedarf überlagert.

Die Freibeträge werden zunächst bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gewährt

Zur weiteren Inanspruchnahme müssen ab diesem Zeitpunkt gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Bei Anspruchsberechtigung kommen sie maximal bis zum 25. Lebensjahr zur Anrechnung. Die Bedarfsermittlung ist abhängig vom Einkommen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Wird ein Höchstbetrag überschritten, wird weder der Kinderfreibetrag noch der Freibetrag für die Ausbildung erstattet. Eventuelle Bezüge des Kindes ab 18. Jahren fließen in die Berechnung nicht ein. Sie haben eine Gewichtung, wenn sie unter dem 18. Lebensjahr erwirtschaftet wurden. Steht ein Kind in Berufsausbildung, kann es aufgrund fehlender Ausbildungsstätte keine Ausbildung beginnen oder leistet es ein freiwilliges soziales Jahr, ist der Anspruch gegeben. Zur Verdeutlichung dient eine 23-jährige Studentin. Werden die Einkommensgrenzen der Erziehungsberechtigten nicht überschritten, erhalten sie neben dem Kinderfreibetrag von 3.864 Euro den Freibetrag für Betreuung-, Erziehung- und Ausbildung in der Höhe von 2.160 Euro.

Kinder-Freibetrag Sonderfälle

Ist das Kind arbeitslos, endet der Anspruch auf die Freibeträge mit dem 21. Lebensjahr. Kinder, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht selbsterhaltungsfähig sind, erhalten die Freibeträge ohne Zeitbegrenzung. Für auswärtig untergebrachte Kinder in Berufsausbildung wird zur Sonderbedarfsdeckung zum Ausbildungsfreibetrag ein zusätzlicher Freibetrag von 924 Euro gewährt.