Kann man den Kinderfreibetrag eintragen lassen?

In Deutschland lebende Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, werden meist automatisch durch die Gemeinde auf der Steuerkarte erfasst. Dabei wird in der Regel das Kind je zur Hälfte bei Vater und Mutter eingetragen.

Davon abweichend wird der volle Kinderfreibetrag nur dann ohne Prüfung berücksichtigt, wenn der andere Elternteil verstorben, nicht auffindbar oder unbekannt ist. Auch wenn ein Elternteil nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist oder voraussichtlich kein eigenes Einkommen erzielt, kann der andere Elternteil den vollen Kinderfreibetrag auf seiner Steuerkarte eintragen lassen. Gleiches gilt auch, wenn das Kind nur von einem Elternteil angenommen wurde. Wohnt das Kind nicht bei den Eltern, reicht eine Bescheinigung der Gemeinde, bei der das Kind gemeldet ist (diese darf nicht älter als 3 Jahre sein) aus, um es eintragen zu lassen. Dies gilt für Kinder in Deutschland, der EU und dem EWR.

Eintragung Kinderfreibetrag ist möglich wenn …

Bis zum vollendet 21. Lebensjahr kann der Kinderfreibetrag dann eingetragen werden, wenn das Kind bei der Agentur für Arbeit bzw. bei einem für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger Arbeit suchend gemeldet ist. Erzielt das Kind bis zum 25. Lebensjahr auf Grund eines Studiums oder einer Schul- bzw. Berufsausbildung kein oder nur ein geringes Einkommen kann auch hier der Kinderfreibetrag eingetragen werden. Kinder, die älter als 25 Jahre sind, werden normalerweise nicht mehr berücksichtigt. Ausgenommen hiervon sind unter anderem jedoch behinderte Kinder. Hier wird zur Antragstellung ein gültiger Schwerbehindertenausweis sowie das Attest eines Arztes über den Beginn der Behinderung benötigt.