Reduziert Kinderfreibetrag das zu versteuernde Einkommen?

Wie jeder andere Freibetrag reduziert auch der Kinderfreibetrag das zu versteuernde Einkommen. Die Höhe des Freibetrags wird von steuerpflichtigen Einkommen abgezogen und die Lohn- bzw. Einkommenssteuer anschließend anhand des um den Freibetrag verminderten Einkommens berechnet.

Jedem Elternteil steht ein Freibetrag von 1932 Euro zu, einem gemeinsam steuerlich veranlagtem Elternpaar also insgesamt 3864 Euro. Aufwendungen für die Ausbildung und Erziehung werden durch einen weiteren Freibetrag von 2100 Euro berücksichtigt.

Der sich durch den Kinderfreibetrag ergebende Erstattungsbetrag wird um das gezahlte Kindergeld reduziert. Nur wer über ein so hohes Einkommen verfügt, dass die Steuerersparnis höher ist als das gezahlte Kindergeld, wird also vom Kinderfreibetrag profitieren. Für Ehepaare liegt die Einkommensgrenze, ab der sich der Kinderfreibetrag mehr lohnt als das Kindergeld, bei ungefähr 62.000 Euro.

Bei der Berechnung der Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlags wird der Kinderfreibetrag in jedem Fall berücksichtigt, also auch bei niedrigeren Einkommen. Dies geschieht automatisch, wenn die Kinder auf der Steuerkarte eingetragen sind und muss nicht extra beantragt werden.