Welchen Freibetrag erhalten Eltern je Kind?

Kinder sind für die Zukunft wichtig. Kindheit kostet Geld. Der Staat versucht deshalb mit seinen finanziellen Zuschüssen Eltern oder besser gesagt die Familienkasse zu entlasten.

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes besitzen Eltern einen Anspruch auf Zahlung des Kindergeldes. Zahlungen darüber hinaus werden unter gesetzlich festgelegten Besonderheiten gewährt. Freibeträge für Kinder können generell bis zum Alter von 18 Jahren und darüber hinaus bis 25 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden (z.B. Berufsausbildung, Studium, kurzfristige Übergangszeiten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten sowie Grundwehr- oder Zivildienst, freiwillig soziales oder ökologisches Jahr, Arbeitsuchende). Bei der jährlichen Einkommensteuerveranlagung prüft das Finanzamt, ob eine Anrechnung der Freibeträge für die Eltern günstiger ist oder die Berücksichtigung des Kindergeldes. Die eigenen Einkünfte der Kinder, die älter als 18 Jahre sind, dürfen dabei 7.680 Euro im Jahr nicht überschreiten.

Die Freibeträge basieren auf zwei Schwerpunkten

Zum einem soll dem sächlichen Existenzminimum der Kinder entsprochen werden, Aufwendungen zur Bestreitung des Lebensunterhalts wie Nahrung, Wohnen und Kleidung gehören dazu. In Deutschland beträgt ab 01.01. 2009 der volle Freibetrag für ein Kind 3.864 Euro pro Jahr. Ebenso wird ein Freibetrag für Betreuungskosten, der Erziehung und einem Ausbildungsbedarf gewährt. Dieser Teil des Freibetrages beträgt jährlich 2.160 Euro.

Bei verheirateten Eltern mit einer gemeinsamen Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge summiert und somit 6.024 Euro berücksichtigt. Jedoch bei getrennter Veranlagung wird jedem Elternteil die Hälfte des Freibetrages (3.012 Euro)angerechnet. Kommt ein Elternteil der Unterhaltspflicht nicht ausreichend nach (weniger als 75 %), kann der betreuende Elternteil die volle Summe für sich beantragen.