Kinderfreibetrag 2014

Schon mit der Gründung der deutschen Bundesrepublik 1949 im Rahmen der Einkommenssteuer Gesetzgebung wurde Eltern das Recht auf Kinderfreibeträge eingeräumt. Der Kinderfreibetrag ist als gesetzlich basierter Leistungsausgleich gestaltet, der Familien ein steuerfreies Existenzminimum gewährleistet. Der Kinderfreibetrag ist nichts anderes als ein steuerlicher Freibetrag, auf welchen Eltern oder Alleinerziehende von Geburt des Kindes bis zumindest zur Vollendung dessen 18. Lebensjahres einen Anspruch stellen können.

Neue Regelungen bzgl. Kinderfreibetrag 2014: Die Reform 2014 ist aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes angezettelt worden. Auf dessen Entscheidung hin soll keine Steuer auf das Existenzminimum von Kindern erhoben werden. Dieser Basisfreibetrag wird in regelmäßigem Abstand schriftlich fixiert. 2014 werden Kinderfreibeträge nicht mehr automatisch in die Lohnsteuerkarte übernommen. Es muss eine Beantragung durch die erziehungsberechtigte Person erfolgen.

Anspruch auf Kinderfreibetrag 2014

Anspruch auf den Beitrag haben 2014: – Elternteile, die zur Zahlung der Einkommenssteuer verpflichtet sind, egal ob sie verheiratet, allein erziehend oder geschieden sind. Soll nur einem Partner gezahlt werden, muss nachgewiesen werden, dass er zwei Drittel des Unterhalts für das Kind leistet, das auch in seinem Haushalt wohnt; – Ausnahmsweise können Großeltern den Freibetrag beantragen. Keinen Anspruch auf den Kinderfreibetrag 2014 haben Hartz IV-Empfänger oder sonstige Sozialhilfeempfänger. Ab der Volljährigkeit kann ein Kinderfreibetrag geltend oder Anspruch auf Kindergeld gemacht werden, wenn sich das Kind noch in der ersten Ausbildung befindet. Für Kinder mit physischen bzw. psychischen Behinderungen wird Kindergeld jenseits des 25. Lebensjahres gewährleistet.

Außerdem gilt ab 2014, dass die Berechnung zwischen Kinderfreibetrag und Kindergeld vonseiten des Finanzamtes nicht mehr automatisch vonstatten gehen wird. Der Freibetrag wird für 2014 erhöht und beträgt in den Steuerklassen 1 und 2 7008 Euro. In der Steuerklasse 4 wird der Freibetrag zwischen den Eltern geteilt. Er liegt 2014 bei 3504 Euro pro Person sowie Kind.

Kindergeld oder Freibetrag?

Das Kindergeld für die ersten und zweiten Kinder beträgt 184 Euro pro Kind und Monat. Prinzipiell kann jedes Elternpaar oder jeder Alleinerziehende entscheiden, ob es besser ist, den Freibetrag voll auszuschöpfen bzw. Kindergeld zu beantragen. Das Kindergeld wird monatlich gewährt und in der Steuererklärung berücksichtigt. Es wird mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Für Personen, die wenig oder keine Steuern zahlen müssen, ist der Bezug des Kindergelds die günstigere Variante.

Zu Steuererklärung und Freibetrag: Der Kinderfreibetrag hat in der Steuererklärung geltend gemacht zu werden. Er muss in der Anlage Kind beantragt werden

Kindergeld 2013

Auch im Jahr 2013 haben Eltern Anspruch auf Kindergeld, sofern die Kinder noch minderjährig sind. Darüber hinaus zahlt die Familienkasse bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, wenn sich der Nachwuchs in einer Ausbildung befindet, trotz intensiver Suche keinen Ausbildungsplatz angeboten bekommt oder einen Freiwilligendienst ableistet.

Kindergeld Sätze bleiben 2013 unverändert

Die Höhe des Kindergelds bleibt 2013 gleich. Für das erst- sowie das zweitgeborene Kind können Eltern jeweils 184 Euro im Monat erwarten. Für das dritte Kind gewährt die Behörde 190 Euro monatlich, jedes weitere Kind unterstützt die Kasse mit 215 Euro. Der schriftliche Antrag muss bei der Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden. Zu beachten ist, dass der Anspruch vier Jahre später verjährt. Wer zum Beispiel im Jahr 2009 Kindergeld bekommen würde, muss dies spätestens zum 31.12.2013 beantragen. Empfehlenswerter ist es selbstverständlich, sich schon viel früher an die Familienkasse zu wenden.

Nur wenige Nachweise für Kindergeld nötig

Die Beantragung des Kindergelds ist denkbar einfach. Hierzu muss nur ein übersichtliches Formular ausgefüllt werden, eine Geburtsurkunde ist beizulegen. Bei Volljährigkeit fordert die Familienkasse Nachweise hinsichtlich der weiteren Berechtigung. Eine wesentliche Erleichterung stellte eine seit 2012 wirksame Reform dar. Zuvor mussten Kindergeldbezieher belegen, dass der Nachwuchs nicht mehr als 8004 Euro im Jahr verdiente. Wurde diese Grenze überschritten, musste das Kindergeld für ein gesamtes Jahr zurückgezahlt werden. Nun muss nur noch am Ende der Ausbildung dargelegt werden, dass keine Jobs von über zwanzig Wochenstunden angenommen wurden.

Kindergeld 2012 – Änderungen und Regelung zum Kindergeld

Die gute Nachrichte vorweg: Die Regelungen für das Kindergeld 2012 werden einfacher zu handhaben sein als bisher. Viele werden sagen: Endlich wird auch an die Eltern gedacht, die entweder keine Möglichkeit haben, sich mit Anträgen und Formularen herum zu schlagen und an die, die ihre Zeit stattdessen lieber mit ihren Kindern verbringen möchten. Beim Kindergeld 2012 gibt es einige Änderungen und Vereinfachungen, die alle Eltern und erwachsenen Kinder kennen sollten.

Beim Kindergeld 2012 ist keine aufwendige Einkommensprüfung mehr notwendig. Junge Erwachsene unter 25 Jahren, die sich in der Erstausbildung befinden, brauchen für den Anspruch auf Kindergeld 2012 keine Gehaltsnachweise mehr einreichen sofern nicht mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Verdient werden darf nach der neuen Regelung für das Kindergeld 2012 in dieser Zeitspanne so viel wie möglich.

Kindergeldstaffel 2012

Auch beim Kindergeld 2012 gibt es gestaffeltes Kindergeld für Eltern und Kinder. Für das erste Kind werden 184 Euro gezahlt, für das zweite Kind 190 Euro und für jedes weitere 215 Euro im Monat. Besonders Geringverdiener, Alleinerziehende und kinderreiche Eltern sind auf diesen Zuschuss angewiesen, um den Lebensunterhalt für die Kinder bestreiten zu können.

Der Kinderfreibetrag 2012 wird nicht mehr automatisch in der Lohnsteuerkarte vermerkt, sondern muss jährlich manuell neu beantragt werden. 7.008 Euro Kinderfreibetrag für das Jahr 2012 sind eine Summe Geld, die nicht versäumt werden sollte, steuerlich geltend zu machen.

Kindergeld wird von der Familienkasse ausgezahlt

Das Kindergeld 2012 wird von der jeweiligen Familienkasse jeweils im laufenden Monat ausgezahlt. Die genauen Auszahlungstermine lassen sich bei der Familienkasse unter Angabe der Kindergeldnummer erfragen, um besser haushalten zu können. Wer Anspruch auf Kindergeld hat, sollte immer auf dem Laufenden sein, was die jährlichen Bestimmungen angeht. Nur so kann man sicher gehen, keine Neuigkeiten verpasst und alle nötigen Anträge und Eintragungen rechtzeitig vorgenommen zu haben.

Muss man den Kinderfreibetrag beantragen?

Die Steuervergünstigung durch den Kinderfreibetrag und das monatlich ausgezahlte Kindergeld sind eng miteinander verknüpft. Das Existenzminimum eines Erwachsenen darf nicht besteuert werden. Das Einkommen von Eltern muss das Existenzminimum des Kindes hinsichtlich Betreuung, Erziehung und Ausbildung gewährleisten. Die derzeit 6.024 Euro Kinderfreibetrag jährlich sollen diese Grundbedürfnisse sichern und sind aus diesem Grund steuerfrei.

Der Kinderfreibetrag wird nicht beim monatlichen Lohnsteuerabzug der Erziehungsberechtigten berücksichtigt. Während des aktuellen Jahres wird derselbe Lohnsteuerbetrag wie bei Kinderlosen einbehalten. Bis zur genauen Verrechnung am Jahresende erhalten Elternteile monatlich das Kindergeld. Das Finanzamt berechnet bei der Steuererklärung nach Höhe des Einkommens, in welchem Ausmaß der Kinderfreibetrag zu berücksichtigen ist.

Kinderfreibetrag muss nicht gesondert beantragt werden

Der Kinderfreibetrag ist nicht gesondert zu beantragen. Er wird automatisch bei der jährlichen Steuererklärung einkalkuliert. Während des laufenden Jahres hat er keine Auswirkung auf die Höhe der Steuer. Nach Möglichkeit sollte er auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Das hat einen geringeren Solidaritätszuschlag und weniger Kirchensteuer zur Folge.

Kindergeld beantragen: Beantragt werden sollte das Kindergeld!

Bei höheren Einkommen ist anzunehmen, dass der Kinderfreibetrag mehr Entlastung bietet als das Kindergeld. Wird es aus diesem Grund nicht beantragt, geht das Finanzamt bei der Berechnung des Kinderfreibetrages in jedem Fall von seiner Auszahlung aus. Unabhängig, ob sie erfolgt ist oder nicht.

Kinderfreibetrag = Steuerentlastung?

Der Kinderfreibetrag ist eine Maßnahme, um Steuergerechtigkeit zu erreichen. Ziel ist es, dass das Existenzminimum eines Kindes bei der Besteuerung seiner Eltern entsprechend berücksichtigt wird. Dies bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass der Kinderfreibetrag auch zu einer Steuerentlastung führt. Ob der Freibetrag in Ihrem konkreten Fall eine Steuerentlastung mit sich bringt, wird bei der Berechnung der Einkommenssteuer vom Finanzamt geprüft. Dies erfolgt in drei Schritten.

  1. Zunächst wird die Höhe des Kindergeld geprüft, das im laufenden Jahr bereits ausgezahlt wurde. Das Kindergeld wird abhängig von Anzahl und Alter der Kinder ausgezahlt.
  2. Im zweiten Schritt wird die Höhe der Steuerentlastung ermittelt, die sich durch die Kinderfreibeträge (Stand 2009 1.932 Euro Kinderfreibetrag pro Elternteil zzgl. 2.160 Euro Betreuungsfreibetrag pro Kind) ergibt.
  3. Abschließend werden die beiden Werte miteinander verglichen. Hierbei entscheidet sich, ob es zu einer Steuerentlastung kommt oder nicht.

In der Regel ist das gezahlte Kindergeld höher als die Steuerentlastung. In diesem Fall bleibt es beim Kindergeld und es erfolgt keine weitere Steuerentlastung.

Nur bei Eltern mit höherem Einkommen (Stand 2009 ab ca. 62.000 Euro bei Paaren, 33.000 Euro bei Alleinerziehenden) führt der Kinderfreibetrag zu einer zusätzlichen Steuerentlastung. Die Kinder- und Betreuungsfreibeträge werden dann vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen. Zur fälligen Steuer wird das Kindergeld dann zum Ausgleich hinzugerechnet.

Bei der Berechnung von Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag wird der Kinderfreibetrag unabhängig vom Einkommen berücksichtigt. Wenn die Kinder auf der Lohnsteuerkarte eingetragen sind, erfolgt dies direkt bei der Lohnsteuerberechnung.