Was unterscheidet Kindergeld vom Kinderfreibetrag

Kindergeld und Kinderfreibetrag sind beides Förderungen, die Eltern für ihre Kinder vom Staat bekommen. Es wird aber nicht beides zur gleichen Zeit an die Eltern ausbezahlt, man muss sich für eine der beiden Varianten entscheiden. In dem einen oder anderen Fall müssen die Eltern also auf das Kindergeld verzichten und stattdessen den Kinderfreibetrag nutzen. Dies ist in erster Linie dann vorteilhaft, wenn die Eltern über ein relativ hohes Einkommen verfügen.

Kinderfreibetrag gilt auch für Pflegekinder und Stiefkinder

Um den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Genauso wie beim Kindergeld kann der Kinderfreibetrag nicht nur für eigene Kinder, sondern auch für Pflegekinder, Stiefkinder und Enkelkinder in Anspruch genommen werden, wenn sie zum Haushalt gehören. Bei der jährlichen Einkommensteuererklärung wird in der Regel auch die Anlage „Kinder“ ausgefüllt. Hierbei überprüft das Finanzamt zwangsläufig, ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld die günstigere Alternative ist. Fällt die steuerliche Einsparung durch den Kinderfreibetrag höher aus als das Kindergeld, werden die Freibeträge automatisch bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens abgezogen.

Die Zahlung von Kindergeld muss im Gegensatz zum Kinderfreibetrag schriftlich bei der Familienkasse beantragt werden. Das Kindergeld wird unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt. Die Zahlung erfolgt automatisch, bis das Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder eine Berufsausbildung begonnen hat, in der ein bestimmtes Einkommen nicht überschritten wird. Sobald das Kind die Schule beendet und eine Ausbildung beginnt, sind die Eltern verpflichtet der Kindergeldstelle mitzuteilen, wie viel das monatliche Lehrgeld beträgt.