Steuerfreibetrag 2012 – so hoch ist der Steuerfreibetrag 2012

Das Steuerrecht ist für viele Bundesbürger ein regelrechtes „Buch mit sieben Siegeln“. In dem Fall sind dann auch die aktuellen Änderungen rund um die Lohnsteuer und den Steuerfreibetrag 2012 nicht wirklich hilfreich – denn während die Lohnsteuerkarte 2010 auch noch für 2011 galt, und man sich nicht persönlich bemühen musste, muss für 2012 wieder ein Antrag auf Berücksichtigung des Steuerfreibetrag 2012 gestellt werden. Hinzu kommt die Elektronisierung, und damit der Wegfall der Papierlohnsteuerkarte, der Lohnsteuer, die zwar dauerhaft eine Vereinfachung darstellen soll, anfangs aber einigen etwas kompliziert vorkommen mag.

Die wichtigsten Eckpunkte zum Steuerfreibertrag 2012 im Überblick

Der Antrag auf Lohnsteuerermäßigung, und damit auf einen Steuerfreibetrag 2012, sollte im Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis zum 30.11.2012 beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Hierfür stehen zwei verschiedene Formulare zur Verfügung, die zwingend verwendet werden müssen, da sonst keine Berücksichtigung stattfindet. Ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nichts, dann reicht der 2-seitige Antrag. Ändert sich etwas am zu veranschlagenden Steuerfreibetrag 2012 etwas, oder wird erstmals ein Antrag gestellt, so ist der 6-seitige Vordruck zu verwenden. Änderungen beziehen sich hierbei auch auf Eheleute und/oder Kinder.

Der Antrag wird „voraussichtlich“ gestellt – der Arbeitnehmerpauschalbetrag muss dabei um 600 Euro überschritten werden. Somit muss man für den Steuerfreibetrag 2012 also mindestens 1.600 Euro beantragen. Voraussichtlicher Steuerfreibetrag 2012 bedeutet in dem Fall konkret, dass man – rechtzeitig beantragt – bereits monatlich verantlagt wird, man also nicht auf den Lohnsteuer-Jahresausgleich warten muss.

Finanztipp zum Steuerfreibetrag 2012

Durch die voraussichtliche Veranlagung ergibt sich eine monatliche Ersparnis. Wer also bereits weiß, dass sich nichts an seinen Werbungskosten ändern wird, der sollte jetzt schon beantragen. Es empfiehlt sich ebenfalls, den Arbeitgeber über etwaige Änderungen zu informieren. Dies stellt sicher, dass auch dieser alles korrekt abrechnet. Grundsätzlich vorteilhaft gestaltet sich die Verwendung entsprechender Software zum Steuerfreibetrag 2012 – diese beinhalten bereits sämtliche Vordrucke und Änderungen. Fehler werden so vermieden.

Hinweis: Eine Steuererklärung muss erst ab 10.200 Euro Jahreslohn (19.400 Euro wenn verheiratet) abgegeben werden.

Wie stellt das Finanzamt den Kinderfreibetrag fest?

Der Gesetzgeber ist durch das Bundesverfassungsgericht in den letzten Jahren vermehrt aufgefordert worden, etwas mehr Steuergerechtigkeit im Verhältnis von Familien mit Kindern zu kinderlosen Ehepaaren zu schaffen. Drch die Zahlung des Kindergeldes alleine sei keine ausreichende Steuergerechtigkeit geschaffen worden. Von daher hat der Gesetzgeber Familien mit Kindern die Möglichkeit eingeräumt, für jedes Kind einen Steuerfreibetrag in Anspruch zu nehmen, der dann bei der Prüfung der Steuererklärung sozusagen als Gegengewicht zum gezahlten Kindergeld gegenüber gestellt wird. Hintergrund des Steuerfreibetrages ist, dass für Kinder ähnlich wie für die Eheleute ein steuerfreies Existenzminimum zugrunde zu legen ist.

Diese Günstigerprüfung seitens des Finanzamtes findet von Amts wegen statt und bedeutet, dass immer zugunsten des Steuerpflichtigen geprüft wird. Zwar liegt der Steuerfreibetrag für jedes Kind bei 3.864 € zuzüglich 2.160 € als Freibetrag für Betreuung und Erziehung bzw. Ausbildung, doch stellen sich in der Regel nur Eheleute mit einem Bruttoeinkommen von mehr als 60.000 € mit dem Steuerfreibetrag steuerlich besser. Für die Mehrzahl der Eheleute, das gilt vor allem auch für Alleinerziehende, für die der jeweils hälftige Steuerfreibetrag angesetzt wird, rechnet sich daher immer die Zahlung des Kindergeldes.